Es gibt verschiedene Sagen vom Quellwunder, das in Verbindung zur Eroberung der Eresburg durch Karl den Großen steht, teils in Verbindung mit einer geheimnisvollen Frau, der aber in Obermarsberg eine eigene Erzählung zukommt. Auch Johannes Bödger (2001) beschreibt die Quellwundersage und die Sage um die geheimnisvolle Frau als zweit getrennte Erzählungen. Bödger beschreibt außerdem interessante Anmerkungen  zum Königsborn. Die eindrucksvollste Geschichte steht wohl bei den Brüdern Grimm. Die Sage, die den Erzählungen in Obermarsberg am nächsten kommt, steht bei Fritz Kühn.

Als König Karl seinen ersten Sachsenfeldzug mit der Eroberung der Eresburg und der Zerstörung der Irminsul beginnen wollte, wurde diese von  den Sachsen erbittert verteidigt. Nach tagelangem Kampf glaubte der König nicht mehr an einen Sieg und rief: „So wenig der Huf meines Pferdes aus diesem Felsen einen Quell herauszustampfen vermag, sowenig vermögen wir die Eresburg zu erobern.“  Kaum hatte er das Wort gesprochen, so begann sein Pferd mit dem Huf zu scharren, und siehe, aus dem Felsen sprang ein frischer Quell. Das war ihm ein Zeichen des Himmels. Die fränkischen Krieger wurden  mit neuem Mut erfüllt und erstürmten die Eresburg.

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